Image: NASA, ESA, CSA, STScI; Image Processing: Joseph DePasquale (STScI), Naomi Rowe-Gurney (NASA-GSFC)
Fun Fact

Neptuns Ringbögen

Neptun im Infraroten: So sah das Webb-Teleskop ihn am 12. Juli 2022. Seine Ringe sind auf dem Bild gut zu erkennen.

(Credits: Image: NASA, ESA, CSA, STScI; Image Processing: Joseph DePasquale (STScI), Naomi Rowe-Gurney (NASA-GSFC))

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Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit: So lautete nicht nur der Wahlspruch der Französischen Revolution. So heißen auch einige Ringbögen um Neptun.

 

Besonders Saturn ist für seine legendären Ringe bekannt: Nirgendwo sonst sind sie so prächtig und markant. Dabei haben die anderen drei großen Planeten im Sonnensystem ebenfalls Ringe – nur sind nicht alle so ausgeprägt. Seit den 1980ern kennt man auch die feine Ringstruktur von Neptun.

 

Um den äußeren Planeten scharen sich Ringe, die nach Galle, Le Verrier, Lassell und Arago benannt sind – allesamt Astronomen, die sich um die Entdeckung und Erforschung des Eisriesen verdient gemacht haben. Im äußersten Ring, dem Adams-Ring, finden sich vier auffällige Staubverklumpungen, die eine bogenartige Struktur aufweisen. Diese Ringbögen heißen Liberté, Fraternité, Egalité und Courage: Die Ideale der Französischen Revolution wurden um einen weiteren wichtigen Wert ergänzt, den Mut.

 

So klein und kurios, wie die Ringbögen sind, geben sie der Forschung doch Rätsel auf: Eigentlich sollten sie durch die Gravitationswirkung schon längst verschwunden sein, sie zeigen sich aber seit ihrer Entdeckung um 1984 außerordentlich stabil. Der Grund dafür ist unbekannt; zumindest scheint aber die vorgeschlagene Wechselwirkung mit dem Neptunmond Galatea nicht die (einzige) Ursache für die mysteriöse Stabilität zu sein. Unklar ist auch, warum diese merkwürdigen Bögen in Länge, Position und Helligkeit schwanken: Besonders Courage und Liberté sind in der letzten Zeit deutlich dunkler geworden. Weitere Modellrechnungen und Beobachtungen sind also nötig, um dem Rätsel von Neptuns Ringbögen auf die Spur zu kommen …

NASA/JPL

Neptuns Ringbögen

Im August 1989 flog die Raumsonde Voyager 2 an Neptun vorbei und fotografierte dabei auch dessen Ringe. Die Ringbögen Liberté, Fraternité und Egalité sind darauf gut zu erkennen.

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